Sandsteine

aufgelassener Steinbruch

Sonnenberg bei Waltersdorf (A 28 (K))

Kreide

Der Sonnenberg (626,9m ü. NN) erhebt sich im SW von Waltersdorf, am rechten Hang des Taleinschnittes, der den Sonnenberg und den nördlich liegenden Butterberg (507,2 m ü. NN) von der südwestlich des Sonnenberges liegenden Lausche (729,6 m ü. NN) trennt. Im Taleinschnitt fließen mehrere nach N ausgerichtete Bäche ab, die ihre Quellbereiche am N- bzw. NE-Hang der Lausche (Lauscheborn, Schwarzer Graben-Bereich) sowie am W-Hang des Sonnenberges besitzen. Sie bilden die Zuflüsse der Mandau bei Großschönau. Am NW-Hang des Sonnenberges existieren mehrere aufgelassene Steinbrüche (z. B. der sog. „Rote Bruch“), in denen der weitgehend feinkörnige Sandstein der Sonnenberg-Schichten (Waltersdorf-Formation) aufgeschlossen ist. Die kieselig zementierten, dünn- bis mittelbankig ausgebildeten Sandsteine sind von sehr geringmächtigen tonreichen Schichten durchzogen. Der von hier bezogene Sandstein im unteren Bereich diente u. a. als Baumaterial für die Kirchen in Waltersdorf, Neugersdorf und Eibau. Bekannt ist der Sandstein, der im tieferen Vorstrandbereich sedimentiert wurde, vor allem für seinen Fossilreichtum in den tonigeren oberen Bereichen. Neben Bioturbationsspuren enthält das Sediment eine Reihe von Inoceramen, wie Inoceramus lusatiae, Mytiloides scupini und Cremnoceramus waltersdorfensis. Demnach ist die aufgeschlossene Sandsteinabfolge in das höchste Ober-Turonium und untere Unter-Coniacium zu stellen.

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