Basalt

Gipfelklippe

Sängerhöhe bei Waltersdorf (A 85 (T))

Tertiär

Der ursprünglich nach einer Sage benannte Unglücksstein, der im Zuge von Gesangsvereins-Versammlungen auf der Anhöhe Mitte des 19. Jh. in die Bezeichnung Sängerhöhe umbenannt worden ist, wird von einem NW-SE streichenden Basaltgang aufgebaut. Gut erkennbar ist die Untergliederung des Basaltes in einzelne, mächtige Säulen am Gipfel der Sängerhöhe. Im Randbereich geht der Basalt in einen plattenförmigen bis massig ausgebildeten Habitus über. Die liegenden, bis zu mehrere Meter langen Basaltsäulen weisen durch ihre Lage auf den ehemaligen Abkühlungsprozess der aufgedrungenen basaltischen Lava hin. Als Abkühlungsfront dienten dabei die umgebenden Flächen des älteren Rumburker Granits, in welche das glutflüssige Gestein eingedrungen ist. Senkrecht zu den Grenzflächen des umgebenden Granits kühlte die Gesteinsschmelze ab, wobei es zu Spannungen im erstarrenden Gestein gekommen ist und sich so durch „Rissbildung“ die Basaltsäulen ausbildeten. Die mittleren Hangbereiche der Sängerhöhe werden von Basalttuffen aufgebaut, die sich weiter über den Ottoberg (505,2 m ü. NN) im S hinziehen. Der Unterhangbereich von Sängerhöhe und Ottoberg wird von Rumburker Granit eingenommen. Der Basalt der Sängerhöhe weist makroskopisch sichtbare Hornblendekristalle in einer feinkristallinen Grundmasse auf. Durch die Umwandlung von Nephelin zeigen Teilbereiche des Basalts die für einen sog. Sonnenbrenner-Basalt typischen flecken- bis narbenartigen Oberflächenmuster bzw. -strukturen. Im Gestein treten zudem residuale Einschlüsse von xenolithischem Rumburker Granit auf.

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